25. März 2022

Jetzt ist es offiziell. Eine Anfrage der Stadtparlaments-Fraktion Die Linke ans Dezernat ergab, dass im Akaziengarten in den letzten 14 Jahren 243 Bäume gefällt wurden! Das Echo hat diese Zahlen nun erstmals öffentlich gemacht (https://www.proakaziengarten.de/pressestimmen).

Besonders interessant: für einen Teil der daraus resultierenden Ersatzpflanzungen (84 Bäume) hat das LBIH stattdessen eine Ersatzzahlung geleistet - so dass diese Bäume gar nicht im Akaziengarten nachgepflanzt werden. Eine Information, die uns bislang sowohl das LBIH als auch das Umweltamt vorenthalten haben.

Unserer Zählung nach ist somit inzwischen fast ein Drittel des Baumbestands im Akaziengarten gefällt worden! Hinzu kommen noch die Bäume, die nicht unter die Baumschutzsatzung fallen und keiner Fällgenehmigung bedürfen, weil ihr Stammumfang unter 60cm liegt, sowie die Bäume, die aufgrund von Sturmschäden gefällt wurden.

Diese Zahlen machen nochmal deutlich, weshalb das Austrocknen des Bodens immer weiter begünstigt wird, und werfen die Frage auf, weshalb trotz mehrmaliger Gespräche mit dem Umweltamt bei der Genehmigung von Baumfällungen im Akaziengarten nicht sensibler vorgegangen wird, und auch regelmäßig Bäume zur Fällung genehmigt werden, die zwar eine mangelnde Vitalität, aber keine Verkehrsgefahr aufweisen.

Wie bereits vermutet, ergab die kleine Anfrage außerdem, dass das Umweltamt bei Erstellung des Parkpflegekonzepts (-Entwurfs) gar nicht eingebunden worden war und auch über die Ergebnisse der neuesten Bodenuntersuchung bislang nicht in Kenntnis gesetzt wurde.

Zur kleinen Anfrage geht es hier: https://www.linksfraktion-darmstadt.de/parlament/anfragen/einzelansicht-anfrage/kleine-anfrage-baumfaellungen-akatiengarten/

Mascha Wembacher
13. März 2022

Was für eine schöne Überraschung! Am Sonntagmorgen konnte man eine kleine Gruppe sehen,die im Rodell und den anliegenden Grünflächen den hinterlassenen Müll beseitigte. Wie sich herausstellte, kam diese" Putzkolonne" vom Verein "Zusammen in der Postsiedlung". Vielen Dank!

Mascha Wembacher
04. März 2022

Ein Besuch im Park und auf dem Fliederberg zeigt, dass unser Protest tatsächlich etwas gebracht hat. Zwei der von uns markierten Bäume wurden trotzdem gefällt, bei den restlichen wurden nur Einkürzungen und Kronensicherungsschnitte durchgeführt! Wir freuen uns zumindest über dieses teilweise Umdenken, und hoffen, bei zukünftigen Maßnahmen im Baumbestand auch ohne derart aufwändige Proteste gehört zu werden!

Dieser Baum wurde leider trotz Protest gefällt

Erhalt einer Robinie mit geschütztem Tier-Habitat durch starke Kroneneinkürzung

Mascha Wembacher
21. Februar 2022

Aus der Presse erfahren wir heute, dass weiterhin geplant ist, alle zur Fällung vorgesehenen 53 Bäume auch zu fällen -lediglich bei zweien wird aufgrund der von uns angemahnten, nach Bundesnaturschutzgesetz geschützten Habitatstrukturen wohl stattdessen eine Kroneneinkürzung vorgenommen. Es bleibt vollkommen unverständlich, weshalb (gerade auf dem Fliederberg) Bäume gefällt werden sollen, von denen nicht die geringste Gefahr ausgeht - und die dann aber fehlen, um den Boden festzuhalten und zu beschatten.

Mascha Wembacher
18. Februar 2022

Das LBIH informiert uns, dass die Fäll- und Schnittmaßnahmen an den Bäumen im Akaziengarten ab kommendem Dienstag fortgesetzt werden. Wir sind gespannt, ob sich dabei nun doch noch mal besonnen wurde, nicht unbedingt notwendige Fällungen aus dem Auftrag herauszunehmen.

Mascha Wembacher
08. Januar 2022

Kaum sinken die Temperaturen unter die Null-Grad-Marke wird im Akaziengarten wieder Salz gestreut – wie immer großzügig und auch auf den gepflasterten Fußwegen. 

Seit vielen Jahren versuchen wir nun schon, das LBIH und den Rechnungshof dafür zu sensibilisieren, dass Streusalz, das in den Boden gelangt, schlecht für die Bäume ist. Leider bislang ohne Erfolg.

Gerade bei den Fußwegen im Parkinnenbereich wird das Regenwasser entweder seitlich in die Grünflächen entwässert oder versickert direkt durch die Fugen – und mit ihm das Salz. Weshalb man gerade auf diesen Wegen, aber auch auf anderen versickerungsfähigen Verkehrsflächen anstelle von Streusalz dringend Split oder Sand verwenden sollte.

Stattdessen wurden die - zumindest vorhandenen - Splitt-Tonnen unlängst abgebaut und auch der Rundweg ums Rondell  bislang immer wieder gerne gesalzen – wo die alten und salzempfindlichen Linden stehen. Bzw. standen, da inzwischen nur noch eine übrig ist. Eine Kontrolle über Menge und Notwendigkeit der Streusalzeinsätze erfolgt nach Angabe des LBIH nicht, immer wieder liegen regelrechte Streusalz-Haufen tagelang herum.

Natürlich möchten auch wir, dass alle Parkbesucher und Bediensteten im Winter sicheren Fußes den Park queren können. Doch dies sollte auch mit alternativen Streumitteln im Parkinnenbereich möglich sein  – und wäre ein weiteres kleines Puzzleteil, um die Bedingungen für die Bäume im Akaziengarten zu verbessern.

Mascha Wembacher
05. Januar 2022

Konstruktiver Gedankenaustausch mit Landtagsabgeordneter Hildegard Förster-Heldmann von Bündnis 90/ Die Grünen

Das Thema Akaziengarten und die aktuelle Auseinandersetzung der aktiven AnwohnerInnen mit dem LBIH über den zunehmenden Verfall des Parks hat nunmehr auch ganz offiziell die Landespolitik erreicht.

Hildegard Förster-Heldmann, direkt gewählte grüne Landtagsabgeordnete, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Landtagsfraktion, Fraktionsvorsitzende der Stadtverordnetenfraktion der Grünen und Sprecherin des Grünen Kreisverbands Darmstadt, trifft sich mit uns und Vertretern von Zusammen in der Postsiedlung e.V. zu einem knapp einstündigen Gedankenaustausch.

Dabei entsteht ein guter und konstruktiver Dialog, dessen Inhalte nun in verschiedene Besprechungen auf landespolitischer Ebene einfließen sollen. Da dies im Laufe des Januars geschehen soll, können wir damit rechnen, bereits im Februar einen ersten neuen Sachstand zu haben.

Wir freuen uns sehr über diesen Besuch und das Interesse an unserem Einsatz für den Akaziengarten  sowie die Aussicht, gemeinsam eine bessere Lösung für die Zukunft des Akaziengartens zu erarbeiten.

Mascha Wembacher
02. Januar 2022

Wie von der Presse bereits berichtet, stehen im Akaziengarten zur Zeit ja wieder einmal Fällungen an - 53 Bäume sind es diesmal. Einige davon wurden bereits gefällt.

Da es den meisten Bäumen im Akaziengarten inzwischen schlecht geht, wegen immernoch unklarer Ursache bislang aber nicht nachgepflanzt wurde, und der Boden mit schrumpfendem Baumbestand und fehlender Beschattung in Trockenperioden zunehmend austrocknet, kommunizieren wir schon seit Jahren, wie wichtig es ist, jeden Baum, der noch lebt und von dem keine Verkehrsgefahr ausgeht, so lange zu erhalten wie möglich. Ebenso kommunizieren wir seit Jahren, wie wichtig es ist, wilde Randbereiche zu erhalten, wie z. B. ein Brombeerhecken-Streifen entlang der Mauer im Westen, da der Park immer aufgeräumter wird, und Vögel und Kleintiere immer weniger Rückzugsmöglichkeiten finden.

Ein weiterer Punkt, den wir seit langem anmahnen, ist die notwendige Entfernung von Misteln bei den Baumpflegearbeiten, da dies Schmarotzerpflanzen sind, die den Bäumen zusätzlich Nährstoffe und Wasser entziehen.

Obwohl diese Punkte sogar mit Sachbearbeitern des LBIH, Umweltamt, Baumkontrolleur etc. vor Ort besprochen wurden, werden sie weiterhin ignoriert.

Die Misteln bleiben in den Bäumen, die Brombeerhecke wird regelmäßig komplett gerodet, mehr als 10 der zur Fällung genehmigten Bäume müssten noch nicht gefällt werden, und auch geschützte Habitatsstrukturen werden nicht beachtet.

Um unseren Protest sichtbar zu machen, tragen wir ihn in die Bäume - vielleicht fällt das Ignorieren dann ja nicht mehr ganz so leicht...

Baum am Parkeingang, der gefällt werden soll

Auf dem Fliederberg, der in den letzten drei Jahren ohnehin schon einen Großteil seines Baumbestands verloren hat, wirken sich Fällungen noch dramatischer aus

Mascha Wembacher
16. Dezember 2021

„Parkpflege-Konzept“ LBIH – Faktencheck

Das LBIH lädt die Presse zu einer Informationsveranstaltung bzgl. des „Parkpflege-Konzepts“ und der weiteren Entwicklung des Parks ein. Wir sind nicht eingeladen, lassen es uns aber nicht nehmen, ebenfalls vorbeizuschauen. Auch wir können Fragen stellen und erhalten zum Schluss erstmalig das „Pflege-Konzept“ in schriftlicher Form.

Aufgrund der Darstellung des LBIH erachten wir es als notwendig, an dieser Stelle einige Fakten zum „Parkpflege-Konzept“ zu veröffentlichen:

  • 2013 wurde ein externes Büro durch das LBIH mit der Erstellung einer „Pflege-Richtschnur“ für den Akaziengarten beauftragt, da sich zu dieser Zeit der Vitalitätsverlust vieler Bäume bereits sichtbar abzeichnete und außerdem deutlich wurde, dass sich die Grünpflege, die sich weder an denkmalpflegerischen noch ökologischen Gesichtspunkten orientierte, nicht förderlich auf die Gehölze und die Anlage auswirkte.

  • Vom Büro wurde ein Vorentwurf erstellt, der uns und dem Landesamt für Denkmalpflege Ende 2014 vorgestellt wurde. Wir konnten dabei Anregungen und Einwände vorbringen, dann erfolgte die weitere Erarbeitung des Konzept-Entwurfs. Inwiefern Eingaben von Seiten des Denkmalschutzes im Entwurf berücksichtigt sind, und ob die Naturschutzbehörde ebenfalls beteiligt wurde, entzieht sich unserer Kenntnis.

  • Da für die abschließende Ausgestaltung des Pflegekonzepts noch Bodenuntersuchungen fehlten, um Aufschluss über die Ursache des Baumsterbens zu geben, verblieb das Konzept vorerst im Entwurfsstatus. Dies ist ein durchaus sinnvolles Vorgehen, da die Bekämpfung des Baumsterbens eine der vorrangig notwendigen Maßnahmen darstellt, die sich in jedem Fall konkret im endgültigen Pflegekonzept niederschlagen müsste, was natürlich erst nach Ursachenermittlung geschehen kann. Gleiches gilt für die noch ausstehenden Nachpflanzungen (mittlerweile in dreistelliger Zahl). 

  • Leider wurde die Ursachensuche jedoch weder besonders ernsthaft noch zeitnah vorangetrieben, so dass die Fertigstellung bislang nicht erfolgen konnte, und der vorliegende Entwurf mittlerweile nicht mehr aktuell ist. Zum einen ist es um den Baumbestand im Akaziengarten inzwischen sehr viel schlechter bestellt, zum anderen wirkt sich der Klimawandel in der Zwischenzeit sehr viel stärker aus, so dass Maßnahmen zur Klimaresilienz stärker in den Fokus gerückt sind, und auch ökologische und artenschutzrechtliche Fragestellungen ein anders Gewicht bekommen haben. Einige der Maßnahmen des Konzepts würde man unter heutigen Gesichtspunkten so nicht mehr empfehlen. 

Beispielfotos: Baumbestand am Rondell 2014 und 2021

Auch sind die inzwischen durchgeführten Bodenuntersuchungen in ihrem Umfang in keiner Weise ausreichend, um die Ursache des Baumsterbens zu klären!

 

Dass das LBIH nun ein nicht abgeschlossenes, an die aktuellen Gegebenheiten nicht angepasstes, sieben Jahre altes Konzept im Entwurfsstatus als Parkpflegewerk präsentiert, ist u. E. eine interessante Herangehensweise. Fraglich ist dann jedoch immernoch, weshalb innerhalb dieses langen Zeitraums so gut wie keine der im Konzept genannten Maßnahmen umgesetzt worden sind. Vielmehr nennt auch das Konzept Bodenanalysen und darauf aufbauende Revitalisierungsmaßnahmen der Bäume als vordringliche Maßnahmen.

 

Seither durchgeführte Maßnahmen zur Ermittlung der Ursache des Baumsterbens:

·      2015: Bodenutersuchung: Nährstoffanalyse

·      2019/2020: Bodenuntersuchung: umfangreichere Nährstoffanalyse

 

Konkret zum Baumerhalt durchgeführte Maßnahmen seit 2009* (*Bekanntwerden des Baumsterbens):

·      2018: Notbewässerung (3 Bewässerungsgänge in Zusammenarbeit mit ProAkaziengarten e. V.)

·      2019: Notbewässerung (2 Bewässerungsgänge in Zusammenarbeit mit ProAkaziengarten e. V.)

·      2020: Notbewässerung (2 Bewässerungsgänge)

·      2021: Bewässerung über die Sommermonate, 

                 Düngung (für Bäume jedoch leider zum falschen Zeitpunkt)

 

Das vom LBIH als Grund für die zeitlichen Verzögerungen angeführte „gründliche Vorgehen“ würden wir uns sehr wünschen. Das dortige Vorgehen hat mit Gründlichkeit bislang jedoch wenig zu tun.

 

… und noch ein Wort zu der Angabe, die 53 derzeit zur Fällung anstehenden und z. T. schon gefällten Bäume seien „abgestorben oder nicht mehr haltbar“. 12 Bäume davon sind/waren aktuell nicht abgestorben und von ihnen geht/ging auch keine Verkehrsgefahr aus (bzw. könnte diese bereits mittels Schnittmaßnahmen behoben werden), so dass eine Fällung nicht nötig ist.

Besonders auf dem Fliederberg ist jede unnötige Fällung dringend zu vermeiden, da der dortige Boden aufgrund der Hanglage und der vielen bereits gefällten Bäume noch stärker austrocknungsgefährdet ist, wodurch die dort wachsenden Bäume besonders gefährdet sind.

Mascha Wembacher
06. Dezember 2021

Das LBIH setzt noch einen drauf und hält heute eine ganz besondere Nikolaus-Überraschung für uns bereit: im Akaziengarten werden mal wieder Bäume gefällt. Und geschnitten.

Und mal wieder wurden wir davon nicht vorab in Kenntnis gesetzt. Dass eine denkmalschutzrechtliche Genehmigung vorliegt, darf ebenfalls bezweifelt werden.

Und mal wieder fallen Bäume, die nicht unbedingt gefällt werden müssten. Das LBIH hat es noch immer nicht begriffen, dass jede Baumfällung dazu führt, dass mehr Sonnenlicht auf den Boden fällt und ihn damit in Trockenphasen noch stärker austrocknet. Daher plädieren wir seit Jahren dafür, dass alle Bäume, die noch Leben in sich haben, so lange stehen gelassen werden, so lange von ihnen keine Gefahr ausgeht. 

Eigentlich wurde das auch mal so vereinbart. Was Vereinbarungen angeht, scheint jedoch beim LBIH eine gewisse Amnesie vorzuliegen, denn anders können wir uns nicht erklären, dass Abmachungen, die bei einem gemeinsamen Termin mit Umweltamt, Denkmalamt, Baumpflegefirma, Baumkontrolleur und uns vor zwei Jahren getroffen und schriftlich festgehalten wurden, einfach nicht eingehalten werden. Demnach sollten wir frühzeitig über die Ergebnisse der jährlichen Baumkontrollen und der daraus resultierenden Schnitt- und Fällmaßnahmen informiert werden, um unter artenschutzrechtlichen und baumphysiologischen Gesichtspunkten auch noch mal einen Blick auf die Bäume werfen und Diskrepanzen frühzeitig klären zu können - auch da Schnittmaßnahmen in der Vergangenheit den Bäumen oft mehr geschadet haben als genutzt. 

AUSSCHNITT PROTOKOLL

Die „Zusammenarbeit“ mit dem LBIH lässt sich leider mit dem Wort „frustrierend“ am besten beschreiben.

Wir fordern, dass dieses jahrelange Trauerspiel endlich beendet wird, und wenn das Land Hessen schon jegliche Zusammenarbeit mit aktiven und fachkundigen Menschen vor Ort ablehnt, wenigstens endlich eine Institution mit entsprechender Fachkenntnis die Verwaltung des Parks übernimmt – wie z. B. Staatliche Schlösser und Gärten Hessen.

Mascha Wembacher
01. Dezember 2021

Das LBIH setzt uns über einen Brief in Kenntnis, in dem „Zusammen in der Postsiedlung“ aufgefordert wird, die gepflanzten Pflanzen wieder auszugraben. Zum Dokument geht es hier:

https://www.postsiedlung.de/blog/2021/12/05/akaziengarten-lbih-des-land-hessen-droht-engagierten-buergerinnen-nach-fliederstrauch-und-baumpflanz-aktion-in-darmstadt/

Jeglicher Kommentare enthalten wir uns. 

Ein souveräner Umgang mit der Situation – und den Bürgern, die im Endeffekt die Gehälter zahlen – geht anders.

Mascha Wembacher
Veranstaltungshinweis

Robinien bzw. Schein-Akazien im Akaziengarten - baumkundlicher Rundgang

 Der namensgebende Baum des Akaziengartens, die "Akazie" oder Robinie (Robinia pseudoacacia), ist Baum des Jahres 2020 geworden. Da ihre Würdigung im letzten Jahr der Corona-Pandemie zum Opfer fiel, möchten wir dies nun nachholen und den für unseren Park namensgebenden Baum allen Interessierten näher vorstellen.

Temin dafür ist Samstag, der 02.10.2021 um 15 Uhr. Wir laden zu einem Rundgang mit fachlichen Informationen rund um die Robinie und Ausklang bei Kaffee und Kuchen ein. Treffpunkt ist das Rondell in der Parkmitte. Bei Regen fällt die Veranstaltung aus.

Mascha Wembacher
28. November 2021

Getreu dem Motto „Taten statt Warten“ hat sich unsere Nachbar-Initiative entschieden, einige Dinge selbst in die Hand zu nehmen - in diesem Fall Spaten und Gießkanne. Initiiert wurde von dort eine Pflanzaktion im Akaziengarten, der sich weitere Bürger aus dem Quartier angeschlossen haben. Hier geht es zum Bericht: https://www.postsiedlung.de/blog/2021/11/28/akaziengarten-der-wiederaufbau-in-buergerregie-hat-begonnen-lbih-des-landes-hessen-ist-totalausfall-fuer-den-park/

Wenngleich wir für diese Aktion im Park ausnahmsweise mal nicht verantwortlich zeichnen, begrüßen wir diese Initiative natürlich, da auch wir es satt haben, dass das LBIH den Bäumen seit Jahren weitgehend tatenlos beim Sterben zusieht. 

So wurden statt der jahrelang angekündigten umfangreichen Bodenuntersuchungen, die endlich Aufschluss über mögliche Ursachen des Baumsterbens liefern sollten, lediglich wiederholte Nährstoffanalysen durchgeführt und eigentlich notwendige Untersuchungen zum Bodenwassergehalt und Trockenstress der Pflanzen außen vor gelassen. Die Beantragung von Landesmitteln für eine umfangreiche Sanierung des Parks wird seit mittlerweile zwei Jahren verschleppt, die Weiterführung des Parkpflegewerk-Entwurfs lässt seit 2014 auf sich warten, und es brauchte drei Jahre Druck von außen, bis endlich selbstständig eine adäquate Bewässerung für die Sommermonate organisiert wurde. Und auch uns lässt das LBIH trotz unseres unermüdlichen Engagements für den Park seit Jahren regelmäßig am langen Arm verhungern. 

Wir werden die weiteren Entwicklungen rund um die „Revolutionäre Akaziengarten Front“ daher mit Spannung beobachten.

Mascha Wembacher
28. Juli 2021

Die Veranstaltungen im Akaziengarten werden wegen technischer Probleme mit dem Aufbau der Bühne abgesagt. Dennoch soll der Akaziengarten als möglicher zukünftiger Standort für die Residenzfestspiele im Blick behalten werden. Das LBIH gibt an, dass hierzu demnächst ein Termin aller Beteiligten stattfinden wird, um für eventuelle zukünftige Veranstaltungen ein möglichst parkfreundliches Format zu finden.

Mascha Wembacher
21. Juli 2021

Wir erfahren kurzfristig, dass geplant ist, einen Teil der Residenzfestspiele im Akaziengarten stattfinden zu lassen, unter anderem die Eröffnungsveranstaltung am 30. Juli. Dies löst etwas gemischte Gefühle bei uns aus, zudem es eine Weile dauert, bis wir Näheres zur Anzahl der geplanten Veranstaltungen und den Besucherzahlen herausfinden können. Auf der einen Seite ist es natürlich erfreulich, wenn der Akaziengarten den Rahmen für eine schöne und wichtige kulturelle Veranstaltung in Darmstadt bieten kann, und somit auch eine größere öffentliche Aufmerksamkeit erfährt. Vielleicht kann es so auch gelingen, ein erhöhtes öffentliches Augenmerk auf die schwierige Situation im Park zu lenken. Auf der anderen Seite machen wir uns natürlich Sorgen bzgl. Bäumen und Bodenverdichtung, wenn im Park Großveranstaltungen mit jeweils mehreren hundert Besuchern stattfinden  - gerade wo es den Bäumen dieses Jahr zum ersten mal wieder etwas besser geht. Ein anderes (kleineres) Format wäre vielleicht schöner..

Mascha Wembacher
17. Juni 2021

Das LBIH hält Wort. Heute ist eine Firma im Park, die die Bäume wässert. Dies tut sie in den nächsten Wochen erfreulicher weise auch noch mehrmals, bis in den September hinein.

Mascha Wembacher
Juni 2021

Das seit 2016 sehnlich erwartete Bodengutachten, das Aufschluss über die Ursache des Baumsterbens liefern soll, liegt dem LBIH seit letztem Jahr vor. Auf der Grundlage des Umweltinformationsgesetzes und des Rechts auf Umweltinformationen beantragen wir Einsichtnahme in das Gutachten. Wir bekommen es erfreulicherweise unkompliziert zur Verfügung gestellt. Die Enttäuschung ist jedoch groß, als sich die angekündigten umfangreichen Untersuchungen zum Bodenwasserhaushalt lediglich als erneute Nährstoffanalyse entpuppen. Dass der für alte Parks typische und schon vor Jahren festgestellte Nährstoffmangel nicht die Hauptursache für das relativ plötzlich einsetzende, massive Baumsterben sein kann, war eigentlich Konsens. Solange man den Bodenwasserhaushalt aber nicht untersucht, kann man mögliche Veränderungen in diesem Bereich auch nicht feststellen. 

Empfohlen werden im Gutachten unter anderem Kalkung und Düngung (letzteres kann bei Bodentrockenheit allerdings kontraproduktiv sein), eine Bewässerung in trockenen Sommermonaten „aufgrund der geringen Wasserspeicherfähigkeit des Bodens“, baum- und bodenschonende Pflege und ein weiteres Monitoring. Weiterführende Untersuchungen werden für den Fall, dass in den nächsten 6 (!) Jahren keine Situationsverbesserung eintritt, empfohlen – aber auch hier ist vom Wasserhaushalt keine Rede. Für uns ein Schlag ins Gesicht. Wir fragen uns, wie lange noch gewartet werden soll – bis auch wirklich der letzte Baum abgestorben ist.

Mascha Wembacher
Frühjahr / Sommer 2021

Im Gegensatz zu den letzten drei Dürrejahren dürfen sich die Bäume (und wir) dieses Jahr über ausgiebige Regenfälle freuen! Die Bäume sehen zum ersten Mal seit Jahren wieder besser aus – für uns ein weiteres Indiz dafür, dass die Problematik in erster Linie mit der Wasserversorgung zusammenhängt.

Mascha Wembacher