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Im Westen Darmstadts hat sich bisher ein Kleinod städtischer Parkkultur der „Optimierung“, sprich Bebauung entzogen. Damit sollte nach 2003 Schluss sein. Der Akaziengarten, 1817 von Großherzog Ludwig I. angelegt und 1986 unter Denkmalschutz gestellt, sollte nach dem Willen des Landes Hessens und der Stadtväter um Stadtvillen bereichert werden.

Dass innerstädtische Bebauungspläne von den betroffenen Anwohnern kritisch gesehen werden, ist nichts Neues. Zwar fordert die Politik auf der einen Seite den mündigen Bürger, ist jedoch auf der anderen Seite selten zu Zugeständnissen bereit. Leider finden Aktionen erst dann Beachtung, wenn eine entsprechende Öffentlichkeit (also genug Wählerstimmen) sich für das Thema interessiert.

Vor diesem Hintergrund wurde 2003 die Bürgerinitiative „ProAkaziengarten“ gegründet, die es sich zum Ziel gesetzt hatte, die Öffentlichkeit überhaupt erst einmal über die Planung zu informieren, Politiker und Entscheidungsträger über die Geschichte und Bedeutung des Akaziengartens für das Quartier und die Stadt aufzuklären, eine öffentliche Diskussion anzuregen und letztlich so die Bebauung zu verhindern.

Nachdem erste Zeitungsartikel erschienen waren, und sogar das Fernsehen berichtet hatte, setzte ein wahrer Polittourismus auf dem Grundstück ein. Namhafte Parteien informierten sich vor Ort und versuchten zu beschwichtigen. Nach und nach wurde der geplante Bebauungsplan abgespeckt…

Der 2005 aus der Bürgerinitiative entstandene Verein ProAkaziengarten e.V. setzt sich bis heute für den Erhalt und Schutz der Parkanlage und deren Flora und Fauna sowie die Würdigung ihres Denkmalwerts ein.

Auf den folgenden Seiten finden Sie Informationen zur Geschichte des Parks sowie Pressestimmen rund um das damalige Bauleitplanverfahren.